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Frühjahrs-Equinox

Tag-und-Nachtgleiche


Um den 20./21. März herum feiern wir im Jahreskreis das Frühjahrs-Equinox. Die Sonne steht mittags senkrecht auf dem Äquator, deshalb sind zu dieser Zeit Tag und Nacht exakt gleich lang. Es entsteht ein Gleichgewicht zwischen Licht und Dunkelheit. Wenn wir die Rhythmen und Zyklen der Natur betrachten wäre das der richtige Zeitpunkt Neujahr zu feiern! Es ist der Moment für Neubeginn!

Jetzt geht es um Durchbruch. Alles was in der Imbolc-Zeit unter der Erde gekeimt hat, ist bereit zum Durchbruch. Die Sprösslinge brechen durch die Erde und werden für uns sichtbar. So dürfen auch wir durchbrechen, sozusagen in das Neue hinein. Es ist wie eine Geburt, eine Neugeburt, eine Erneuerung.  Eine Aufbruchstimmung ist im Feld, die sich manchmal auch im berühmten „Frühjahrsputz“ ausdrückt. Die neue Wachstumsphase beginnt in „Mutter Natur“ und auch in uns.

Diese kostbare Zeit des Erwachens kann heftige Energien in uns wecken und manchmal müssen wir um Balance ringen. In jedem Fall dürfen wir uns jetzt der Welt bewusst wieder öffnen und neue Herausforderungen annehmen um in eine neue Wachstumsphase einzutreten.

Die Narzissen, die Gänseblümchen und das Schabockskraut und viele mehr blühen jetzt…! Eine Pflanze, die eng mit der Frühjahrstagundnachtgleiche verknüpft ist, ist die Schlehe oder auch Schwarzdorn genannt. Durch sie zeigt sich die Weiße Göttin in einem wunderschönen weißen Blütenmeer.

Unsere Vorfahren begingen auch diese „Hohe Zeit“ auf besondere Art und Weise mit Ritualen, wie dem Pflanzen von Blumen, dem Besuch einer heiligen Quelle oder eines Wasserlaufes, mit Singen, Tanzen, Musizieren und Erzählen von ermutigenden Geschichten. Es ging darum die Gemeinschaft und die Verbundenheit zu zelebrieren, die Verbundenheit untereinander aber insbesondere auch zur Natur und zu den Elementarwesen.
Frühjahrs-Equinox

Die Jahreskreisfeste

Imbolc

In vorchristlichen Zeiten feierten die Menschen in unseren Breitengraden nicht Weihnachten, Ostern usw. sondern die 8 Jahreskreisfeste, die sich aus den Rhythmen und Zyklen der Natur ergeben, aus unserer Mutter Erde selbst. Die christliche Kirche hat dann ihre Feste darüber gelegt und so ging vieles unserer ursprünglichen Kultur verloren.

Dieser Blog soll dazu dienen, die Jahreskreisfeste wieder zu erinnern.

Die Zeitqualität, in der wir uns jetzt befinden ist Imbolc (Anfang Februar).

Der Jahreskreis orientiert sich schlicht am Lauf der Natur (hier auf der Nordhalbkugel wo es Jahreszeiten gibt).

Imbolc heißt „im Bauch“. Das „im Bauch“ bezieht sich auf den Bauch von Mutter Erde….. .

Im Bauch von Mutter Erde beginnen die Samen der Pflanzen jetzt wieder zu keimen und zu sprießen….das ist der Prozess, der im Bauch, unter der Erde stattfindet, die neue Wachstumsphase beginnt um dann zur Frühjahrstagundnachtgleiche(21.3.), wenn die Keimlinge durchbrechen, sichtbar zu werden.

….. Nach der dunkelsten Zeit ist es jetzt wieder deutlich heller, die Christen installierten Maria Lichtmess auf den 1./2. Februar. Obwohl zur Wintersonnwende das Licht wiedergeboren wird und die Tage ab da auch wieder länger werden, wird das Licht erst ab Imbolc auch wieder deutlich wahrnehmbar. Das stärkere Licht der Sonne dringt in den Bauch von Mutter Erde ein, die Samen spüren, dass es Zeit ist zu erwachen und fangen an zu keimen. Es ist ein Schwellenfest in der Mitte des Winters. Der Winter ist noch nicht vorbei und der Frühling noch nicht da. Die Imbolc - Rituale der Kelten waren zweigeteilt. Zum einen wurde das Alte, die Reste des letzten Wachstumszyklus ausgetrieben, durch intensives Putzen, Lüften und Räuchern. Es gab auch Umzüge, die mit Schellen, Trommeln und Geschrei die Wintergeister vertreiben sollten. Zum anderen wurde der Frühling herbeigerufen, das Neue herangeholt, der neue Zyklus gesegnet. Das wurde beispielsweise mit Feuerritualen zelebriert um das Neue anzuregen!

Einmal ist der Winter stärker, einmal ist der Frühling stärker…das ist die Energie  zu Imbolc. Hin und Her, Winter und Frühling kämpfen miteinander. Man kann sich hin und hergerissen fühlen zwischen Vergangenheit und Zukunft. An einem  Tag fühlt man sich träge und müde und am nächsten Tag ist man voller Tatendrang. Das ist in Ordnung und passt zu dieser Zeitqualität.

In den alten Zeiten war das dann auch die Zeit für Visionen…für das, was im neuen Zyklus verwirklicht werden möchte!

Die Farbe Weiß steht für Imbolc, alles wird rein und neu. Ein Brauch war, eine weiße Kerze mit den empfangenen Visionen zu imprägnieren und dann die ganze Nacht hindurch abbrennen zu lassen.

Als alles noch seiner Natürlichkeit überlassen wurde, war das auch die Zeit, in der die Lämmer geboren wurden (die ja auch meist weiß sind). Das Weiß bezieht sich allerdings auf die Muttermilch mit der die Lämmer genährt werden.

Und so beginnen wir in diesem Blog mit Imbolc, mit Weiß, mit Reinheit und Unschuld! Im Übrigen übernimmt auch die weiße Göttin, die Jungfrau jetzt das Zepter und löst die schwarze Göttin, die Hexe, somit ab!!
Die Jahreskreisfeste
SONG