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Die Jahreskreisfeste
Imbolc
In vorchristlichen Zeiten feierten die Menschen in unseren Breitengraden nicht Weihnachten, Ostern usw. sondern die 8 Jahreskreisfeste, die sich aus den Rhythmen und Zyklen der Natur ergeben, aus unserer Mutter Erde selbst. Die christliche Kirche hat dann ihre Feste darüber gelegt und so ging vieles unserer ursprünglichen Kultur verloren.Dieser Blog soll dazu dienen, die Jahreskreisfeste wieder zu erinnern.
Die Zeitqualität, in der wir uns jetzt befinden ist Imbolc (Anfang Februar).
Der Jahreskreis orientiert sich schlicht am Lauf der Natur (hier auf der Nordhalbkugel wo es Jahreszeiten gibt).
Imbolc heißt „im Bauch“. Das „im Bauch“ bezieht sich auf den Bauch von Mutter Erde….. .
Im Bauch von Mutter Erde beginnen die Samen der Pflanzen jetzt wieder zu keimen und zu sprießen….das ist der Prozess, der im Bauch, unter der Erde stattfindet, die neue Wachstumsphase beginnt um dann zur Frühjahrstagundnachtgleiche(21.3.), wenn die Keimlinge durchbrechen, sichtbar zu werden.
….. Nach der dunkelsten Zeit ist es jetzt wieder deutlich heller, die Christen installierten Maria Lichtmess auf den 1./2. Februar. Obwohl zur Wintersonnwende das Licht wiedergeboren wird und die Tage ab da auch wieder länger werden, wird das Licht erst ab Imbolc auch wieder deutlich wahrnehmbar. Das stärkere Licht der Sonne dringt in den Bauch von Mutter Erde ein, die Samen spüren, dass es Zeit ist zu erwachen und fangen an zu keimen. Es ist ein Schwellenfest in der Mitte des Winters. Der Winter ist noch nicht vorbei und der Frühling noch nicht da. Die Imbolc - Rituale der Kelten waren zweigeteilt. Zum einen wurde das Alte, die Reste des letzten Wachstumszyklus ausgetrieben, durch intensives Putzen, Lüften und Räuchern. Es gab auch Umzüge, die mit Schellen, Trommeln und Geschrei die Wintergeister vertreiben sollten. Zum anderen wurde der Frühling herbeigerufen, das Neue herangeholt, der neue Zyklus gesegnet. Das wurde beispielsweise mit Feuerritualen zelebriert um das Neue anzuregen!
Einmal ist der Winter stärker, einmal ist der Frühling stärker…das ist die Energie zu Imbolc. Hin und Her, Winter und Frühling kämpfen miteinander. Man kann sich hin und hergerissen fühlen zwischen Vergangenheit und Zukunft. An einem Tag fühlt man sich träge und müde und am nächsten Tag ist man voller Tatendrang. Das ist in Ordnung und passt zu dieser Zeitqualität.
In den alten Zeiten war das dann auch die Zeit für Visionen…für das, was im neuen Zyklus verwirklicht werden möchte!
Die Farbe Weiß steht für Imbolc, alles wird rein und neu. Ein Brauch war, eine weiße Kerze mit den empfangenen Visionen zu imprägnieren und dann die ganze Nacht hindurch abbrennen zu lassen.
Als alles noch seiner Natürlichkeit überlassen wurde, war das auch die Zeit, in der die Lämmer geboren wurden (die ja auch meist weiß sind). Das Weiß bezieht sich allerdings auf die Muttermilch mit der die Lämmer genährt werden.
Und so beginnen wir in diesem Blog mit Imbolc, mit Weiß, mit Reinheit und Unschuld! Im Übrigen übernimmt auch die weiße Göttin, die Jungfrau jetzt das Zepter und löst die schwarze Göttin, die Hexe, somit ab!!